Banken bieten Autokredite mit 6 bis 120 Monaten Laufzeit an. Eine längere Laufzeit ermöglicht einerseits eine niedrige Rate. Andererseits führt sie zu einem höheren Zinssatz und insgesamt höheren Finanzierungskosten.
Die monatliche Rate muss so bemessen sein, dass sie ohne unrealistische Einschränkungen an anderer Stelle dauerhaft pünktlich bezahlt werden kann. Das ist nicht nur im Interesse des Kreditnehmers, sondern auch ein Bewilligungskriterium für Banken.
Lange Laufzeiten sind bequem, aber teuer
Eine allzu lange Laufzeit sollte ebenfalls vermieden werden. Unter normalen Umständen steigt der jährliche Zinssatz mit der Laufzeit. Der Kredit wird dann einerseits durch den höheren Zins und zusätzlich durch die längere Ausleihdauer verteuert.
Die Laufzeit des Autokredits sollte mit Vernunft gewählt werden.
Der Zusammenhang zwischen Zinssatz und Laufzeit (die so genannte Zinsstruktur) ist nicht immer gleich. Abhängig von der Situation am Zinsmarkt kann der Aufschlag für längere Laufzeiten sehr klein oder sogar negativ (d. h. längere Laufzeiten sind günstiger als kürzere) sein.
„Nach dem Autokredit ist vor dem nächsten Autokredit“. Ist die Kreditlaufzeit länger als die voraussichtliche Nutzungsdauer, stehen bei der nächsten Fahrzeugfinanzierung Doppelbelastungen an. Autokredite mit zehn Jahren Laufzeit sind deshalb nur dann empfehlenswert, wenn das Fahrzeug unbedingt benötigt wird und eine Finanzierung in kürzerer Frist nicht möglich ist.
Diese Problematik wird bei Drei-Wege-Finanzierungen ohnehin berücksichtigt: Die Schlussrate wird so bemessen, dass sie mit dem anzunehmenden Restwert des Fahrzeugs zumindest weitgehend gedeckt werden kann. Es ist durchaus sinnvoll, vergleichbare Überlegungen auch bei Ratenkrediten anzustellen.
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