Wer auf einen Autokredit zurückgreift, muss sich nicht zwingend einen Neuwagen anschaffen. Kredite bieten in diesem Punkt sehr viel mehr Flexibilität als Händlerfinanzierungen, die sich meistens auf neue Fahrzeuge beschränken.
Gebrauchtwagen können mit einem Autokredit genauso finanziert werden wie Wohnmobile und Motorräder. Nur wenige Banken beschränken ihre Angebote auf Neufahrzeuge. Soll es ein gebrauchtes Fahrzeug sein, stehen genügend Anbieter zur Verfügung. Viele Banken zahlen ihre Kredite ganz ohne Zweckbindung aus – dann spielt es ohnehin keine Rolle, was genau finanziert wird.
Wer bislang nur Neufahrzeuge finanziert hat und nun erstmals einen Gebrauchtwagen, ein Motorrad oder ein Wohnmobil auf Kredit kauft, landet häufig bei seiner bisherigen Bank. Das ist meistens ein teurer Fehler: Banken spezialisieren sich im Fahrzeugsegment oft auf eine bestimmte Sparte. Ist ein Institut für Neuwagen günstig, kann es für Gebrauchte deutlich teurer sein.
3-Wege-Finanzierung nicht immer möglich
Eine Einschränkung gibt es allerdings: Bei älteren Fahrzeugen bringt die Drei-Wege-Finanzierung oft nicht die erhoffte Entlastung bei den monatlichen Raten. Das liegt am geringen Restwert des Fahrzeugs am Laufzeitende: Je niedriger die Schlussrate, desto höher die laufenden Monatsraten. Einige Banken schließen Gebrauchtwagen ab einem bestimmten Alter (z. B. 60 Monate) aus. Das ist vor allem bei Krediten der Fall, bei denen das Fahrzeug als Sicherheit dient.
Bei Krediten ohne Zweckbindung stellt sich die Problematik nicht. Dass Kredite für Gebrauchtwagen, Wohnmobile oder Motorräder grundsätzlich teurer sind als Neuwagenfinanzierungen, ist ein Gerücht.
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